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Musikrezension > Platte > 06.01.2026

Deftones – Private Music


Genre: Rock Alternative Metal

Die Deftones machen auf ihrem 10. Album die Fenster weit auf und lüften ordentlich durch. „Private Music*“ ist zu gleichen Teilen Werkschau und Frischzellenkur. Die Zeiten, in denen die Band, auch aufgrund der erlittenen Schicksalsschläge, durch die knietiefen Teersümpfe der Melancholie watete, sind ad acta gelegt. 

„My Mind is a Mountain“ und „Locked Club“ legen gleich mächtig los, kurz und knapp, ohne viel Lametta und fast wie zu „Around the Fur“ und „Koi No Yokan“-Zeiten. Beide Stücke erreichen nicht einmal die 3-Minuten-Marke, besitzen aber alle Trademarks die diese Band so liebenswert machen: Druck, Melodie und Atmosphäre. „Ecdysis“ überrascht mit leichten 80s- Vibe und pumpendem Post-Hardcore. „Infinite Source“ ist unverschämt catchy und mit einer dünnen Schicht Smashing Pumpkins-Feenstaub überzogen. „Souvenir“ überschreitet dann zum ersten Mal die 6-Minuten-Marke, verneigt sich tief vor Robert Smith und Pink Floyd, lässt dem Hörer kurz Luft holen. „cXz“ ist eine kleine Fregatte auf stürmischer See, gegen mörderische Gezeiten aus verzerrten Gitarren und schmachtendem Gesang ankämpfend, den sicheren Hafen stets im Blick. „I think about you all the time“ und „Milk of the Madonna“ hätten in dieser Form auch prächtig auf dem „White Pony“ platz nehmen können. „Cut Hands“ rumpelt los wie ein außer Kontrolle geratener Möbelwagen und erhöht nochmals die neu gewonnene Vitalität deutlich. Mit dem mächtigen „Metal Dream“ und der erhabenen Schmacht Nummer „Departing the Body“ endet „Private Music“ nach 42 kurzweiligen Minuten.

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Fazit

KategoriePlatte
ProduktDeftones – Private Music
HerstellerReprise Records
Preis0 Euro
Getestet vonLars Bartmann
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Einflussreich - Röhrenvorverstärker Air Tight ATC-7

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Zeitlos - Plattenspieler VPI Forever Model One

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Lars Bartmann
Redakteur / Tester

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