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Musikrezension > Platte > 29.01.2026

Ash – Ad Astra


Genre: Alternative Rock

Auf „Ad Astra*“ zeigt sich das nordirische Trio Ash erneut in bester Spiellaune. Das mittlerweile neunte Studioalbum bleibt dem bandeigenen Mix aus Powerpop, Gitarrenrock und britischem Indie treu, wirkt aber gleichzeitig geerdeter als frühere Werke. 

Die Songs sind kompakter, die Melodien klarer gezeichnet, die Produktion sauber und ohne überflüssige Effekte. Tim Wheeler setzt erneut auf sein Gespür für eingängige Refrains, lässt aber mehr Raum für Rhythmus und Struktur. Tracks wie „Usual Places“ oder „Like a God“ bauen auf geradlinigen Riffs auf, wirken zielstrebig und dabei angenehm unprätentiös. Der Opener „Race the Night“ bringt sofort Bewegung in den Ablauf, während spätere Stücke wie „Reward in Mind“ einen ruhigeren Ton anschlagen, ohne den Faden zu verlieren. Thematisch bleibt die Band im vertrauten Bereich: Beziehungen, Unsicherheit, Momente des Innehaltens. Neu ist die fast schon entspannte Selbstverständlichkeit, mit der sie diese Themen erzählen. Das wirkt entspannt und erwachsen, ohne sich anzubiedern oder zu langweilen. 

Die Tracks folgen keiner übergeordneten Dramaturgie, sondern stehen einzeln für sich. Das funktioniert gut, da jeder Song seinen Platz behauptet und es keine echten Ausfälle gibt. Klanglich liefert Ad Astra ein transparentes, ausgewogenes Bild. Die Gitarren sind präsent, wirken aber nie dominant. Bass und Schlagzeug stützen das Gerüst, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Auf Vinyl klingt das besonders rund, warm, direkt und detailreich. Ash liefern also kein spektakuläres Album ab, aber ein solides, das nicht nur für Fans interessant sein dürfte. Mir gefällt‘s auf jeden Fall.

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Fazit

KategoriePlatte
ProduktAsh – Ad Astra
HerstellerFierce Panda
Preis0 Euro
Getestet vonMichael Bruss
Vorheriger Test

Einflussreich - Röhrenvorverstärker Air Tight ATC-7

Nächster Test

Quad erat demonstrandum - Vollverstärker Quad Platina Imtegrated

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Michael Bruss
Redakteur / Tester

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