Platte The Darkness – Dreams On Toast (Cooking Vinyl) im Test, Bild
Die ungefähre Lesezeit beträgtMinuten 2 Minuten
Musikrezension > Platte > 18.11.2025

The Darkness – Dreams On Toast


Genre: Comedy Rock

Irgendwo hab ich mal gelesen, The Darkness* seien so etwas wie ein Spagat zwischen Steel Panther und Queen – und das trifft‘s ziemlich gut. Bierernst darf man auch auch Album Nummer acht der Band um den Spandex tragenden Frontmann Justin Hawkins nicht nehmen, es braucht die Flexibilität, sich auf einen wilden Stilmix und eine gehörige Portion britischen Humors einzulassen. 

Dann allerdings funktioniert das Ding ziemlich gut. Die Herren mäandern fleißig durch alle Spielarten von Rock- Popmusik – zumindest dann, wenn sie älter als 30 Jahre sind. Manchmal nehmen die Queen-Anleihen recht dramatische Züge an („Don‘t Need Sunshine“), manchmal ist eine solide AC/DC Attitüde die Basis für das Geschehen („Mortal Dread“). Immer jedoch ist Spaß die treibende Kraft hinter dem durch die Bank knackigen und treibenden Geschehen. Tatsächlich kenne ich keine Band, die so souverän mit Motiven aus den Siebzigern bis Neunzigern umgeht und sie zu etwas absolut Hörenswertem verquirlt. Sagte ich „Queen“? Kein Wunder: Die Drums bei The Darkness bedient niemand Geringeres als Roger Taylors Sohn. Punkt? Aber ja doch! „The Battle For Gadget Land“ ist so 1978, wie es nur geht. Großartig! Der Kontrast zur folkig angehauchten Schmuseballade „Cold Hearted Woman“ könnte größer nicht sein, aber so etwas ist hier Prinzip. 

Klanglich geht die Scheiben ebenfalls in Ordnung. Es gibt Ordnung, Transparenz und so etwas wie Dynamik. Zubehörfans kommen hier nicht auf ihre Kosten, außer einem Innencover mit Texten ist hier nichts zu holen.

Lust auf mehr? Entdecke unser LP Abo und das aktuelle Heft!

*Bei diesen Links erhält lp-magazin.de evtl. eine Provision vom Shop.



Fazit

KategoriePlatte
ProduktThe Darkness – Dreams On Toast
HerstellerCooking Vinyl
Preis0 Euro
Getestet vonHolger Barske
Vorheriger Test

Einflussreich - Röhrenvorverstärker Air Tight ATC-7

Nächster Test

Eine Frage der Geduld - Tonabnehmer Skyanalog G-1 MKII

Logo LP:Magazin

Weitere Tests des Autors Holger Barske

Phonovorstufe AVM Evolution PH 5.3 im Test, Bild
 28.07.2026
Die Flexible - Test Phonovorstufe AVM Evolution PH 5.3

Nun sind modulare Phonovorstufen bei AVM ja nichts ganz Brandneues: Beim Topmodell Ovation PH 8.3 lassen sich eine ganze Reihe von Dingen mit entsprechender Modulkonfiguration ändern. Das...

MC-Übertrager Fonolab DECVS im Test, Bild
 28.07.2026
Für Leisetreter - Test MC-Übertrager Fonolab DECVS

Nun ist die Praxis, den geringen Pegeln von MC-Tonabnehmern mit Übertragern auf die Sprünge zu helfen, ja keine wirklich seltene. Interessant wird‘s, wenn tatsächlich leise Abtaster...

Tonabnehmer Ortofon MC X50 im Test, Bild
 28.07.2026
Der Klassenprimus - Test Tonabnehmer Ortofon MC X50

Gewiss, die Quintett-MCs von Ortofon waren ein wenig in die Jahre gekommen und es überrascht nicht, dass letztes Jahr eine Nachfolgelinie präsentioert wurde. Der allerdings fehlte zum...

Plattenspieler TW Acustic Raven New AC / Tonarm Raven 12.9 im Test, Bild
 28.07.2026
Formfaktoren - Test Plattenspieler / Tonarm TW Acustic Raven New AC / Raven 12.9

In der jüngeren Vergangenheit war’s eher still um eine von Deutschlands renommiertesten Plattenspielermanufakturen in Gestalt von TW Acustic aus Herne

Plattenspieler Sperling Audio L-5 im Test, Bild
 21.07.2026
Präzisionsfanatismus - Test Plattenspieler Sperling L-5

Vierzehn Jahre ist es her, dass wir den ersten Sperling-Plattenspieler an dieser Stelle vorgestellt haben. Und es ist definitiv erstaunlich, wie wenig die Konstrukteure über die Jahre zu...

Holger Barske
Redakteur / Tester

Holger Barske


newsletter_icon

Keine Tests verpassen!

Jetzt zu unserem Newsletter anmelden und keinen Test mehr verpassen.

× Vollbildanzeige