Platte Slomosa – Tundra Rock (Stickman Records) im Test, Bild
Die ungefähre Lesezeit beträgtMinuten 2 Minuten
Musikrezension > Platte > 09.04.2025

Slomosa – Tundra Rock


Genre: Stoner Rock

Nordeuropa war schon immer ein sichere Quelle für originelle Rockmusik der nicht alltäglichen Art. Die vierköpfige Band Slomosa aus Bergen, Norwegen macht da keine Ausnahme – ganz im Gegenteil. Auch dank eines strammen Tourprogramms mit ihrem 2020 erschienenen selbstbetitelten Debutalbums wurde aus dem zunächst ohne große Ansprüche initiierten Projekt jedoch schnell ein veritabler Kracher.

Zumal: Slomose live - das hat nochmal eine ganz andere Qualität. Diese vier schaffen es, auch das müdeste Publikum anzuzünden. Ihren krachigen, riffgeladenen Rock, getragen von einem knochentrockenen Gitarrensound gibt’s auch auf dem der zweiten Veröffentlichung „Tundra Rock*“ wieder. Eine weiteres großes Plus bei dieser Truppe: Mit Frontmann Benjamin Berdous gibt’s jemanden, der tatsächlich singen kann und für den unverwechselbaren Slomosa-Sound zum großen Teil verantwortlich ist. Die gelegentlichen Gesangseinlagen von Bassistin Marie Moe tun der Sache zudem gut. Auf „Tundra Rock“ darf die Vorab-Single „Cabin Fever“ als einer der geschlossensten und mitreißendsten Titel gelten, der den Kauf der Platte schon alleine rechtfertigt. Seite zwei beginnt mit „Battling Guns“, das ein weiteres Merkmal der Musik von Slomosa besonders verdeutlicht: Die Gesangs- und Gitarrenlinien liegen melodisch ziemlich weit auseinander, was jeden Eindruck von Eintönigkeit im Keim erstickt.

Klanglich reicht Tundra Rock nicht ganz an den Vorgänger heran, der einfach brachialer und dreckiger klang, aber auch das hier geht noch in Odnung und will auf keinen Fall zu leise gehört werden. Die lila-transparente Platte ist makellos, Zubehör gibt’sledigliche in Form eines Innencovers mit Texten.

*Bei diesen Links erhält lp-magazin.de evtl. eine Provision vom Shop.


Platte Slomosa – Tundra Rock (Stickman Records) im Test, Bild

Fazit

KategoriePlatte
ProduktSlomosa – Tundra Rock
HerstellerStickman Records
Preis0 Euro
Getestet vonHolger Barske
Vorheriger Test

Einflussreich - Röhrenvorverstärker Air Tight ATC-7

Nächster Test

Kopfkino -

Logo LP:Magazin

Weitere Tests des Autors Holger Barske

 28.09.2026
Rücksturz - Vorverstärker Manunta Classic Stereophonic Preamplifier

Marco Manunta ist zweifellos eine der schillerndsten Persönlichkeiten in der Audio-Entwicklerszene. Kaum jemand verfügt über ein so breites elektronisches Wissensspektrum wie er, was...

MC-Übertrager Pure Dynamics mc transformer im Test, Bild
 28.09.2026
Faktor zehn - MC-Übertrager Pure Dynamics mc transformer

Nun kann man darüber streiten, ob „mc transformer“ eine besonders originelle Typenbezeichnung für einen MC-Übertrager ist – muss man aber nicht. Denn der Name ist hier Programm,...

Plattenspieler Dual CS 718Q im Test, Bild
 23.09.2026
Das Beste aus zwei Welten - Plattenspieler Dual CS 718Q

Die Betrachtung eines neuen Dual-Plattenspielers kann nicht sinnvoll erfolgen, ohne einen Blick in die Vergangenheit der Marke zu werfen.

Kabel QED Reference Audio 40 / Reference Evolution XLR 40 / Reference XT40i im Test, Bild
 04.09.2026
Bindungsängste abbauen - Cinch-/XLR-/Lautsprecherkabel von QED

Zu behaupten, dass ich ein großer Freund des Themas „Kabel“ bin, wäre sicherlich übertrieben. Dennoch akzeptiere ich die Notwendigkeit, leitende Verbindungen zwischen...

Kopfhörerverstärker Alders & Lange Headman im Test, Bild
 03.09.2026
Kopfkino -

Stammlesern dieser Publikation ist der Name Alders & Lange nicht ganz neu, hatten wir doch vor nicht allzu langer Zeit eine sehr feine Phonovorstufe dieses neuen Herstellers zur Begutachtung hier....

× Vollbildanzeige